Nullerjahre

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Hendrik Bolz, Nullerjahre. Jugend in blühenden Landschaften, 2022, Verlag  Kiepenheuer & Witsch

Was Hendrik Bolz, Teil der Band »Zugezogen Maskulin«, üblicherweise in poetisch-harten Rap verwandelt, hat er auch literarisch verarbeitet: In seinem Roman »Nullerjahre« lässt er (s)eine Nachwende-Jugend in Mecklenburg Vorpommern lebendig werden, erzählt vom Aufwachsen in Stralsund, einer Stadt, die zwar längst nicht mehr »DDR« hieß, in der die westliche Normalität aber nur im RTL-Nachmittagsprogramm zu finden war. (Kiepenheuer & Witsch)

Schonungslos authentisch und unterhaltsam erzählt der Autor und Rapper mit autobiografischem Blick von seiner Kindheit und Jugend in der Mecklenburgischen Provinz zu Zeiten der Jahrtausendwende mit brutalen Gewalterfahrungen, von der Allgegenwärtigkeit Rechtsradikaler und von Alkohol und Drogen, um der kargen Realität zu entfliehen. Bolz persönliche Erfahrungen sind dabei mit gut recherchierten Fakten zu sozial-politischen Hintergründen untermauert.

»Nullerjahre« ist eine Mischung aus Popliteratur, Coming-of-Age-Geschichte und sozialwissenschaftlicher Recherche und wurde inzwischen von zahlreichen Häusern als Theaterstück inszeniert.

An diesem Abend liest der Autor aus seinem Buch und spricht gemeinsam mit Maria-Christina Piwowarski über die schmerzvollen Nachwirkungen der DDR in Ostdeutschland, wie die 2000er Jahre eine ganze Generation prägten und über die Transformationsprozesse Ostdeutschlands nach der Wende.

Ein besonderer Abend, der nicht nur zur persönlichen, sondern auch zur gesellschaftlichen Reflexionen anregt.

Wann?

November 20 @ 19:00 - 21:00

Wo?

Das Minsk

Mehr Informationen

Das Minsk, Max-Planck-Straße 17, Potsdam, Brandenburg, 14473

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