Richard kommt aus Potsdam und hat schon mehr als 6.500 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt – von Küsten, Bergen und Feldwegen einmal quer durch Europa. Hier zeigt er euch tolle Touren rund um Potsdam. Instagram: @bikewithwood
Der Herbst zeigt sich noch einmal von seiner goldenen Seite – die perfekte Zeit, um rauszukommen und die letzten wärmeren Tage auf dem Rad zu nutzen. Bunte Blätter, klare Seen und ruhige Waldwege machen Brandenburg jetzt besonders schön. Unsere Runde von Oranienburg durchs Stechlin-Ruppiner Land bis ins Havelland ist genau das Richtige, um noch einmal ordentlich Sonne, Natur und frische Luft zu tanken – egal ob als sportliche Tagestour oder als entspannte Auszeit über mehrere Tage.


Start: Potsdam - Oranienburg
Mit dem Zug geht’s raus aus Potsdam nach Oranienburg. Ab hier startet die Tour durch das Stechlin-Ruppiner Land: gut 180 Kilometer Ruhe, Natur und kleine Orte voller Geschichte (mit Abkürzungsmöglichkeiten 50 km / 110 km). Ob als sportliche Eintagestour oder entspannt über zwei, drei Tage - du entscheidest, ob’s ein schneller Ride oder ein Abenteuer mit Camping, Abenden am See und Café-Pausen wird.
Lindow (Mark) – Drei Seen & Klosterruinen
Schon die ersten Kilometer bringen dich durch Felder und lichte Kiefernwälder. In Lindow (Mark) lohnt sich ein Stopp: zwischen drei Seen gelegen, mit alten Klosterruinen und einem ruhigen Marktplatz. Direkt daneben der Zermützelsee – perfekt für einen Sprung ins Wasser oder eine Nacht auf dem Campingplatz Stendenitz.


Roofensee – Wald & Wasser
Der Roofensee bei Menz liegt idyllisch zwischen alten Bäumen, still und klar. Wer bleiben will: Am Naturcampingplatz schläfst du quasi direkt am Ufer. Geheimtipp: Künstlerhof Roofensee
Stechlinsee – das Herzstück der Tour
Der Stechlinsee ist ein Muss. Ein Abstecher auf die kleine Halbinsel bietet weite Ausblicke und einen perfekten Rastplatz. Der schmale Pfad dorthin ist jedoch stellenweise uneben, mit Wurzeln und festen Sandbuckeln – wer sein Rad schonen oder zügig weiterfahren möchte, kann den Schlenker auslassen. Wer das Fahrrad für einen Moment beiseite stellen will, kann beim Bootsverleih Stechlin ein Ruderboot, Kajak oder SUP ausleihen und sich für eine Weile zwischen Himmel und See treiben lassen.
Geheimtipp: Vom Stechlinsee sind es nur ca. 40 Minuten mit dem Fahrrad zum kleinen Örtchen Dollgow. Hier gibt es in einem kleinen Hinterhof die Imkerei von Rainer Laux. Hier bekommt man noch ganz frischen, echten Honig aus eigener Produktion.


Rückweg durchs Havelland
Weite Felder, Kiefernwälder und stille Wege begleiten dich auf den letzten Kilometern zurück nach Oranienburg. Hier kannst du in die S1 oder den RE20 Richtung Potsdam steigen und dein kleines Abenteuer wohlverdient beenden. Alternativ kannst du die Tour in Neuruppin (nach ca. 50 km) oder Fürstenberg (nach 110 km) abkürzen.
… oder lieber spazieren gehen?
ca. 14 km, mit Stopps 4–5 Stunden einplanen
Von Potsdam aus könnt ihr viele Orte auch wunderbar zu Fuß entdecken. Ein Spaziergang raus aus der Stadt Richtung Caputh oder Ferch lohnt sich besonders:
Los geht’s direkt am Potsdamer Hauptbahnhof. Von hier führt der Weg am Templiner See entlang – mit viel Natur und tollen Ausblicken. In Caputh wartet das idyllische Schloss mit Park und Havelblick (Straße der Einheit 2).
Wer noch Energie hat, läuft einfach weiter bis Ferch. Ein Abstecher lohnt sich: Im Ort führt ein kleiner Weg zur Aussichtsplattform Wietkiekenberg, von der ihr einen großartigen Blick über den Schwielowsee habt. Die Strecke am Wasser entlang ist ein echtes Highlight – viel Natur, viel Ruhe. Zurück nach Potsdam geht’s bequem mit dem Bus 607.
Einkehrtipps für Caputh:
- Kavalierhaus (am Schloss)
- Havelerie (Straße der Einheit 45)
- Die Zwillinge 1983 oder Fährhaus (beide an der Fähre)






